28. April 2017 

Ein wunderbarer Leseabend gestern in der #StadtbüchereiNeugablonz.

 

Tolles Publikum, fantastische Moderation von Frau Ev Waldmann, klasse Organisation im Vorfeld. Herzlichen Dank an Frau Waldmann, an Frau Gemkow, das tolle Team der Stadtbücherei, an die Kaufbeurer #BuchhandlungMenzel für den Büchertisch, an die Presse und das supersympathische Publikum. Nach so einem Abend lässt es sich definitiv mit einem breiten Lächeln ins Wochenende starten :)


7. April 2017


27. März 2017

 

Ein Abend, auf den ich mich freue: 


20. März 2017

FRÜHLINGSANFANG =

Knallfarbener Lack auf den Nägeln;

längst getrocknet.

Wiese: zunehmend grün.

Schnellzug-imitierende Kinder:

tobend, um mich herum.

Buch auf den Knien, Nase darin: festgelesen.

 

Foto: unsplash.com


15. März 2017

Manifest gegen üble laune am morgen

3.1. Morgenmuffeligkeit bei Vätern

3.1.1. Bei Vätern kleiner Kinder 

 

Segensreich ist die grundständig frohe Laune jüngerer Kinder, die in aller Regel bis mindestens zum Grundschulalter anhält. Wo beim Klang trippelnder Schritte und kleiner, übereinanderpurzelnder Kinderkörper Elternherzen höher schlagen und sich flugs der Schlaf aus müden Augenwinkeln gewischt wird, entwickelt sich für den morgenmuffeligen Vater schon der sehr frühe Morgen zum wahren Höllentrip.

 

Synapsen-Feuerwerk im Gehirn

 

Hat es von außen ganz den Anschein, als rege sich der träumende Berg – der hier als Euphemismus für den vermeintlich schlafenden Vater stehen soll – noch nicht um das Geringste, so findet in Wahrheit doch bereits ein wahres Synapsen-Feuerwerk im Gehirn des Betroffenen statt. Wissenschaftlich belegt sind Farbexplosionen, die in dunkelsten Tönen changieren, während lautlose Entsetzensrufe ausgestoßen werden. Häufig stellen sich Worte wie „Nein!“, „Halt!“, „Ich heul gleich!“, „Nicht!“ oder „Neeeeein!“ im Kopf des stummen Rufers als blutrote Comic-Sprechblasen dar. Spätestens, wenn der träumende Berg vom morgenmunteren Nachwuchs einen unbeabsichtigten Tritt in mittlere Bergregionen erfährt und daraufhin Zeter und Mordio schreiend aufspringt, erleidet die Morgenharmonie in vielen jungen Familien bereits zu diesem frühen Zeitpunkt eine empfindliche Störung. 

 

Eklatanter Mangel an Warnschildern 

 

Wo man im Zoo und an den Zäunen mancher Tierbesitzer durchaus Warnungen wie „Vorsichtig, bissig“ finden kann, gibt es bis heute kaum Beschilderungen im Handel, die einen morgenmuffeligen Kleinkind-Vater als potentiell unleidlichen Zeitgenossen ausweisen würden. Hat der Betroffene es aus dem Bett und treppab geschafft (veranschlagt werden müssen dafür im äußersten Fall durchaus mehrere Stunden), steuert er – ausnahmslos ohne Blick nach links oder rechts – die Toilette an. Wichtig für Angehörige zu wissen: In dieser Phase des morgendlichen Erwachens zeigt der träumende Berg keinerlei Zeichen eines Wiedererkennens von Familienmitgliedern und ist darüber hinaus nicht in der Lage, möglichen Gefahrenquellen auszuweichen. Täte sich eine Felsspalte zwischen Treppe und Toilette auf, der Betroffene liefe unweigerlich hinein, um qualvoll zu verenden. 

Starker Kaffee kann keine Wunder wirken, in manchen Fällen aber durchaus die Qual ein wenig lindern. Setzt man den Betroffenen darüber hinaus an die frische Luft, verschafft man ihm den dringend benötigten Raum zur Selbstfindung und Entfaltung. Ein nicht zu vernachlässigender Aspekt, der oftmals das Risiko der Selbstverletzung in freier Natur aufwiegen kann (Felsspalte!). Schafft der morgenmuffelige Kleinkind-Vater es zurück ins Haus und an den Frühstückstisch, werden die Angehörigen mit einem klaren Kopf und nunmehr freundlichem Benimm entlohnt. Wirklich. Sie werden schon sehen.                                                                                                                                          Foto: unsplash.com, A.W.


Umtriebige Mitleserin auf Cristina Cabonis "Rosenfrauen" :) 


TWO BOOKS EVERY WEEK 

IM JULI MITMACHEN UND GEWINNEN

Die Gewinner: 29. Juli - Gabi Cvirny; 25. Juli - Maria Lang, 22. Juli - Ulrike Fichtl, 18. Juli - Gewinner zum Wochenstart: Maurice Feiel; 15. Juli - Freitagsgewinn für: Peter Kirschner; 11. Juli  - Montagsgewinn für: Ch. Forster; 8. Juli - herzlichen Glückwunsch David Relluem & Andrea Wegscheider , 4. Juli - Ch. Hacker, Susanne Leonhard, Thomas Hofer und Birgit Schramm. Herzlichen Glückwunsch und eine gute - sonnige (!) - Woche.                                                                                                                                        (Foto: unsplash.com)


18. Juni 2016 

Nur noch vier Wochen, bis mein neuer Roman "Der dunkle Grund des Sees" ganz offiziell im Handel erhältlich sein wird. Um meine Freude über die Neuerscheinung mit euch zu teilen, werde ich im Erscheinungsmonat Juli jeden Montag (ein versüßter Wochenstart kann ja nicht schaden) und jeden Freitag ein Buch verlosen. Im Roman sind Heimat und deren Verlust ein wichtiges Thema. Wer beim Gewinnspiel mitmachen möchte, der hüpfe bitte mit der Beantwortung der folgenden Frage in den Lostopf: Was kommt euch sofort in den Sinn, wenn ihr an Heimat denkt? Die Mauer hinter dem Haus? Der Geruch angebrannter Rohrnudeln, die bei Papa dennoch himmlisch schmeckten? Das Plätschern eines Bächleins - wie dasjenige im Park neben eurer Siedlung? 

Die Gewinnernamen werde ich jeweils montags und freitags hier veröffentlichen. Zusätzlich gehen die Gewinnbenachrichtigungen natürlich auch per E-Mail an euch raus, so dass ihr mir dann auf diesem Wege mitteilen könnt, wohin das Buch zu euch auf die Reise gehen darf. Mitmachen könnt ihr gerne bis zum letzten Verlosungsfreitag. Ich bin gespannt - und freue mich sehr auf eure zahlreiche Teilnahme. Hier geht’s lang: www.stefanie-kasper.de/kontakt

https://service.randomhouse.de/randomhouse_vorschauen.jsp


April 2016

Wie die winzige Gestalt am Horizont, winkend und tapfer ein paar Tränchen verdrückend, so fühle ich mich gerade, nachdem die Druckfahnen zu „Der dunkle Grund des Sees“ nun bearbeitet sind und der Roman auf die Reise gehen darf. Es ist eine Geschichte, die auch und vielleicht insbesondere berühren soll durch die Menschlichkeit seiner Protagonisten. Ich bin gespannt, ob das gelungen ist.

 

Bis zum Erscheinen im Juli ist es noch ein Weilchen hin. Zur Einstimmung auf den Schauplatz des Buches, den Forggensee im Allgäu, gibt es hier auf meiner Homepage ein paar fotografische Eindrücke: http://www.stefanie-kasper.de/schauplätze/

Foto: unsplash.com


FROHES NEUES JAHR! 


10. November 2015

Lesemomente

... entdeckt bei unsplash.com


13. August 2015


Leselust meets Geocaching 

Kürzlich war ich zu einer Lesung an die Pfaffenwinkel Realschule in Schongau eingeladen. Obwohl die Sommerferien sich sozusagen schon kratzend und scharrend gegen die Schultore warfen, hatten rund 180 Zuhörer der achten Jahrgangsstufe noch genug Aufmerksamkeit für meinen Vortrag aus "Das verlorene Dorf" übrig. Danke dafür :) 

Im Anschluss an die Lesung erhielten die Schüler Koordinaten in und um Schongau, an denen ich im Vorfeld einige meiner Bücher versteckt hatte - Schatzsuche einmal anders. Zurück kamen witzige "Selfies" der Schüler mit den gefundenen Büchern. 

Herzlichen Dank für die Einladung, insbesondere an Frau Hillenbrand für die liebevolle Vorbereitung. 


7. Juli 2015 


Dinge, über die ich mich heute freuen darf: Das klasse Sommerwetter; den selbstgebauten Bogen, mit dem ich johlend (unter den skeptischen Blicken meiner Söhne) aus dem Gebüsch springe; diese beiden schönen Rezensionen zu "Das verlorene Dorf": 

http://literaturchaos.jimdo.com/rezensionen/krimi-thriller/kasper-stefanie-das-verlorene-dorf/

und 

http://analogzweinull.blogspot.de/2015/07/rezenson-das-verlorene-dorf-von.html 



10. Juni 2015


Gartenschaukeln aus Europaletten selbst gemacht – sicher auch kein schlechter Ort für entspannte Lesestunden:  

http://freshideen.com/gartenmobel/holz-gartenschaukel-aus-paletten.html


1. Juni 2015 

 

Es war einmal ein Dorf ... 

Hier einige Impressionen von dem Ort im Sachsenrieder Forst, an dem früher das Dorf Haberatshofen stand. Für die Teilnehmer der Leserunde bei Leserunden.de und natürlich alle, die sich sonst einen Eindruck verschaffen möchten. Auf dem Bild oben in der Mitte kann man die überwucherten Reste einer Kellergrube erahnen. 


21. Mai 2015 

 

Café, Bett oder Wartezimmer - 

das sind die Lieblingsleseorte der Deutschen

Wo lest ihr am liebsten? Mir ist eigentlich alles recht, vom gemütlichen Sofa bis zur trubeligen Autobahnraststätte. Hauptsache umblättern dürfen „smile“-Emoticon  

Laut einer Umfrage von statista.com verkrümeln sich satte 57,8 Prozent der Deutschen mit ihrer Lektüre gerne im Bett, 24,7 Prozent lesen in Wartezimmern und 13 Prozent auf der Toilette. Mit 4,8 Prozent weit abgeschlagen rangiert das Café an letzter Stelle. Wer sich alle Lieblingsleseorte ansehen möchte, die komplette Statistik ist hier zu finden: 

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/259636/umfrage/beliebte-orte-zum-buecher-lesen-in-deutschland/


8. Mai 2015

 

Taschenbuch bald für die Tonne?

Wird das elektronische Buch in den nächsten Jahren das Taschenbuch verdrängen und das gebundene Buch nur noch ein Luxusgut für hartgesottene Romantiker sein? Solche, die ihre Nase unbedingt zwischen zwei Buchdeckel stecken müssen, um den unvergleichlichen Geruch frisch gedruckter Seiten und den betörenden Ruf einer wartenden Geschichte in sich aufzusaugen? 

Auf lesen.net gibt es in einem Gastartikel zehn Gedanken zur Zukunft des Buches: http://www.lesen.net/diskurse/10-gedanken-zur-zukunft-des-buches-gastartikel-19147/

Ein schönes Wochenende!  


1. Mai 2015 


Herzlichen Dank für Eure Teilnahme an der Buchverlosung. Je ein signiertes Exemplar haben gewonnen: 

Chantal K. 

Daniela H. 

Alexander N. 

Die Gewinner wurden per Mail benachrichtigt. Einer der Romane darf sogar bis Luxemburg auf die Reise gehen :) Ich wünsche viel Freude beim Lesen und allen ein schönes Wochenende (vielleicht hört der Regen ja mal auf ...)


23. April 2015

 

Seit dem 20. April ist 'Das verlorene Dorf' offiziell im Handel und als E-Book erhältlich. Aus diesem Anlass möchte ich gerne drei signierte Exemplare verlosen. Wer Lust auf Lesestunden mit gruseligen und beklemmenden Momenten hat, der beantworte bitte folgende Frage: Wie heißt die Protagonistin des Romans?

 

A) Ricarda

B) Rosalie

C) Brianne

 

Die Lösung gibt es unter anderem auf http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Das-verlorene-Dorf-Roman/Stefanie-Kasper/e438181.rhd?mid=1&serviceAvailable=true#tabbox. Dort ist auch eine Leseprobe zu finden. Die Antwort bitte über www.stefanie-kasper.de/kontakt an mich senden. Einsendeschluss ist der 30. April, die Gewinner werden per Mail benachrichtigt (bitte Mailadresse angeben!). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ich freue mich auf Eure Teilnahme. Viel Glück :)


6. Februar 2015


Einladung zur Leserunde

Eine besondere Adresse für alle Lesebegeisterten ist das Forum Leserunden.de – hier ist man spezialisiert auf autorenbegleitete Leserunden, das heißt es darf und soll ein reger Austausch mit der Autorin/dem Autor stattfinden. Umso mehr freue ich mich über die Einladung zu einer Leserunde für meinen im Mai erscheinenden Roman Das verlorene Dorf. Erzählt wird die Geschichte eines Dorfes, verborgen tief im Wald, von dem heute kaum mehr als überwucherte Kellergruben und die Grundmauern einer Kapelle geblieben sind. Was ist dort geschehen, dass es im Sachsenrieder Forst bis auf den heutigen Tag nicht geheuer scheint? Und was hat es auf sich mit der Legende von der Weißen Frau, die dort umgehen soll?

Starttermin für die Leserunde ist der 29. Mai, Bewerbungen für ein Freiexemplar sind bis zum 15. Mai möglich. Wer Lust zur Teilnahme hat oder sich gerne einmal über den Ablauf einer solchen Leserunde informieren möchte, hier der Link zum Forum: www.leserunden.de. Und hier gehts zur Leserunde: www.leserunden.de/index.php/topic,10349.0.html


17. März 2014

 

Schon gewusst?

Zehn Prozent der Westdeutschen glauben an Geister. In Ostdeutschland steht man dem Paranormalen mit drei Prozent ungleich skeptischer gegenüber. Zum Vergleich: die Existenz von Außerirdischen ist für vier von zehn Deutschen eine sichere Sache.

Manchmal lohnt es sich – was Spuk und Geister angeht –, einfach mal nachzufragen. Möglicherweise finden sich gleich im Familienkreis unheimliche Gespensterberichte. Und falls nicht – was die Generationen vorher so gemacht, wie sie gelebt haben und wer sie gewesen sind, das ist sicher auch ohne Geister eine spannende Sache.

Wer Lust auf eine stimmungsvolle Gespenstergeschichte hat ---> immer hereinspaziert in den Bodelhof. Hier der Link zur Leseprobe von „Das Haus der dunklen Träume“, das jetzt auch als Taschenbuch und eBook erhältlich ist: http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Das-Haus-der-dunklen-Traeume-Roman/Stefanie-Kasper/e338977.rhd

Allen Lesern wünsche ich jede Menge Gänsehaut :)


 

 

18. Dezember 2013

 

Weshalb liegt in Polen zu Weihnachten Stroh unter dem Esstisch?

Davon, und vor allem auch von dem Jungen Kamil, erzählt die kleine Weihnachtsgeschichte, mit der ich Ihnen und Euch allen besinnliche Festmomente und ein glückliches Neujahr wünsche. 

 

 

 

 

Das klackende Glück

Seine Mutter gab sich alle Mühe. Wie jedes Jahr. Aber es half nichts. Da konnte sie die kleine Wohnung noch so hübsch dekorieren und noch so viele Blinys auffahren – es blieb dabei. Kamil mochte Weihnachten einfach nicht.

Er mochte Weihnachten nicht, weil er es ungerecht fand. Ungerecht, wie andere Familien wuchsen und gediehen, so dass die vielen Leute am Ende gar nicht mehr alle ins Esszimmer passten, sondern sich auf die Küche und die Wohnstube und vielleicht auch auf die elektroofengeheizte Garage verteilen mussten, um Platz zu finden. Kamils Familie hatte kein solches Glück. Die Großeltern waren gestorben. Der Vater war gestorben, als er noch gar nicht auf der Welt gewesen war. Es gab keine Tanten und Onkel, keine Cousins und Cousinen. Es gab nur Mutter und ihn. Ihr zuliebe lächelte Kamil, dabei hätte er das ganze Fest am liebsten ausfallen lassen. Ob er ihr das eines Tages vielleicht einfach sagen würde? Er hatte nämlich den starken Verdacht, seine Mutter mache sich den ganzen Aufwand nur seinetwegen. Womöglich konnte sie genauso gut auf das Weihnachtsfest verzichten?

Traditionell lag ein Bündel Stroh unter dem Esstisch, das an Jesu Geburt auf Stroh und Heu erinnerte und daran, wie das Christkind auf einem Esel vom Himmel reitet. Neben Kamils Teller stand ein leeres Gedeck. Auch das eine Tradition. Für einen unerwarteten Gast, der natürlich niemals kam. So zumindest dachte Kamil bis zu diesem Weihnachtsabend, an dem unverhofft die Türglocke schellte.

Krrrrrr

Wenn Kamil Freunde besuchte und an deren Türen klingelte, erklangen weiche Töne. Ein dezentes Ding-Dong oder ein zartes Bimbam. Eben so, wie man sich Türgeläut vorstellt. Anders bei Kamil und seiner Mutter. Dort machte die Türglocke krrrrrr, laut und schrill. Man fuhr jedes Mal zusammen, auch wenn man den Klang schon sein Leben lang kannte. Wie ein Betonbohrer, dachte Kamil, der plötzlich neben dem Ohr losgeht.

Krrrrrr

Es hatte tatsächlich geläutet.

Und gerade läutete es wieder.

Ich schau mal nach.“ Die Mutter lächelte ihm zu und stand auf. Dabei konnte Kamil ihr die Verunsicherung ansehen. Wie er ihr überhaupt das Meiste ansehen konnte, von dem sie glaubte, es gut vor ihm zu verbergen. Das war eigentlich kein Wunder, denn Kamil liebte seine Mutter sehr. Sie war der Stern, um den er kreiste. Die einzige Familie, die er hatte. Ihr Name war Aleksandra und ihr kleiner Sohn fand sie wunderschön. Selbst wenn er vermutete: Sie sah viel zu alt aus für ein Leben, das so viele Jahre noch nicht zählte. Trauer ließ manche Menschen manchmal vorzeitig altern. Das immerhin wusste er schon.

Kamil“, sagte seine Mutter und führte einen Mann ins Zimmer, den Kamil nicht kannte. Obwohl er ihm irgendwie dennoch bekannt vorkam. „Das ist Filip, ein guter alter Freund. Er wird Weihnachten mit uns feiern.“

Hast du keine eigene Familie?“ Kamil dachte, der Fremde wäre dann noch schlechter dran, als Mutter und er.

Doch“, sagte der Mann bloß. „Die beste Familie, die du dir vorstellen kannst.“ Und damit setzte er sich an den Tisch und erzählte und aß und lachte, und Kamils Mutter sah so glücklich aus, wie Kamil sich fühlte. Er war furchtbar froh um diesen einen einzelnen Menschen, der ihren kleinen Kreis bereicherte und erhellte.

Glück klackt“, sagte Kamil, als er den Pudding mit Erfolg stürzte und eigentlich sagen wollte: „Glück gehabt.“

Da lachten alle drei hell wie Sonnenkringel. Der Gast verschluckte sich vor Heiterkeit an einem Bliny und die Mutter kam um den Tisch herum, um ihm den Rücken zu klopfen. Auch Kamil musste sich zusammenreißen, um seine Limo nicht quer über den Tisch zu prusten.

Dann schlug die Mutter vor, jetzt die Halme zu ziehen. Ein Halm für jeden, aus dem Strohbündel unter dem Tisch. Je länger der Halm, desto länger das Leben. So sagt man. Kamil hatte den Brauch nie ernst genommen, bis der Gast seinen Halm zog – so kurz, dass man meinen konnte, das sei gar kein Halm, sondern bloß ein Stück Dreck vom Fußboden. Wenn da überhaupt etwas war, in der Hand des Fremden.

Jetzt mach ich mir ein bisschen Sorgen um ihn.“ Kamil beugte sich flüsternd zu seiner Mutter. Trotzdem, der Gast hörte ihn.

Brauchst du nicht, mein Junge.“ Er legte seine Hand auf Kamils Kopf. Sie fühlte sich schwer und warm und wunderbar an. „Glück klackt, schon vergessen?“

Eben dies waren auch die Worte, die er zum Abschied sagte. Glück klackt.

Kommst du nächstes Weihnachten wieder?“, fragte Kamil.

Ja“, sagte der Gast zu seinem Erstaunen.

 

Am Morgen wuselte Kamil im Schlafanzug durch die Küche und war seiner Mutter im Weg, die ihm Frühstück machte.

Das war das schönste Weihnachten, was wir je hatten!“, rief er übermütig, ohne vollends zu begreifen, was ihn so überschäumend fröhlich stimmte. „Ich kann Weihnachten im nächsten Jahr kaum erwarten!“

Das freut mich.“ Seine Mutter hielt inne. „Verrätst du mir, was du gestern so schön fandest, um so aus dem Häuschen zu sein? Die Bahn?“

Die Bahn?“ Kamil verstand nicht. „Unseren Gast natürlich“, schwärmte er. Und musste gleich darauf feststellen: Die Mutter konnte sich weder an den Besucher noch überhaupt an den ganzen lustigen Abend erinnern.

Das hast du geträumt, mein Schatz.“ Sie sagte es leise. Mit unendlicher Sanftheit, die Kamil aus irgendeinem Grund entsetzlich wütend machte.

Hab ich nicht! Denk doch mal nach – das klackende Glück.“ Er stierte sie zornig an. „Das kannst du nicht vergessen haben!“

Erschrocken sah Kamil, wie seine Mutter die Augen mehrmals hintereinander fest zusammenkniff. Das tat sie nur, wenn sie angestrengt versuchte, nicht zu weinen. „Dein Vater. Er hat das oft gesagt.“ Jetzt war ihre Stimme ein Murmeln. „Keine Bange, Aleksandra, für dich hat noch immer das Glück geklackt. Wann habe ich dir das erzählt, Kamil?“

Da begriff Kamil, weshalb der Fremde, der hieß wie sein Vater, ihm gleich auf den ersten Blick bekannt vorgekommen war. Weil er ihn an den Jungen erinnert hatte, der ihm jeden Morgen im angelaufenen Badezimmerspiegel entgegenblickte.

Kamil wollte die Hand seiner Mutter nehmen und halten. So erwachsen sein, wie er es viel zu häufig auch war. Doch dann entschied er anders, warf sich in ihre Arme und drückte sie, so fest er nur konnte.

 

Glück klackt“, sagte Kamil. „Das hast du mir nie erzählt.“ 


19. September 2013

Verwunschener Flecken Erde

 

Für mein nächstes Romanprojekt habe ich einen stillen Tag im Wald verbracht. An einem verwunschenen Flecken Erde, der (unter anderem) Schauplatz der Handlung sein wird. Hohe Bäume, alte Kellergruben, von Moos und Flechten überwucherte Grundmauern … Da verwundert es gar nicht sehr, dass sich verschiedene Geisterlegenden und Spukgeschichten um diesen Ort ranken. Wo er zu finden ist? Das wird (noch) nicht verraten.  


29. August 2013 

Diese Woche ist mein neuer Roman „Das Haus der dunklen Träume“ als Weltbild Premiere erschienen. Hier geht’s zur Katalogvorschau: 

http://www.weltbild.de/1/online-katalog/weltbild-online-katalog.html 

und hier zur Leseprobe: 

http://www.weltbild.de/3/17700101-1/buch/das-haus-der-dunklen-traeume.html#leseprobe

Noch warte ich aufgeregt auf den Besuch des Postboten, um die ersten Belegexemplare selbst in Händen halten zu dürfen. Vielleicht morgen ... :) Ich freue mich jedenfalls sehr und wünsche allen Leserinnen und Lesern packende Lesestunden mit Gänsehautfaktor.  

 

Ein altes Pfarrhaus, böse Träume und eine schreckliche Wahrheit: Nach sieben Jahren in der Großstadt zieht die junge Annika Burgdorfer wieder in ihr altes Heimatdorf in Oberbayern, wo sie einen alten Pfarr­hof kauft und eigenhändig restauriert. Als sie eines Nachts seltsame Geräusche hört. glaubt sie zunächst, die alten Dielen des Hauses würden ächzen. Doch die Geräusche werden zunehmend bedrohlicher. Außerdem verfolgen Annika immer häufiger seltsame Träume, in denen ihr eine Magd namens Maria erscheint, die Ende des 18. Jahrhunderts auf dem Hof lebte. Zusammen mit dem Weltenbummler Victor Rautenstein kommt Annika einem grausamen Geheimnis aus der Vergangenheit auf die Spur.


 

 

 

 

 

 

 

 

Goldmann Verlagsvorschau für die Taschenbuch-Ausgabe Das Haus der dunklen Träume im Frühjahr 2014

http://www.randomhouse.de/content/download/vertrieb/vorschauen/goldmann_tb_he2013.pdf


Ich freue mich riesig, das herrlich düstere Taschenbuch-Cover für meinen neuen Roman Das Haus der dunklen Träume vorstellen zu dürfen. 

Ein altes Pfarrhaus, böse Träume und eine schreckliche Wahrheit. Die junge Annika kehrt in ihr Heimatdorf Kinsau am Lech zurück, um ein neues Leben zu beginnen. Doch der alte Bodelhof, den sie liebevoll renoviert, birgt ein grausames Geheimnis. Zusammen mit dem Weltenbummler Victor stellt sie sich der schrecklichen Wahrheit ...

Ab September als Premiere bei Weltbild, ab März 2014 als Goldmann Taschenbuch im Handel erhältlich. 


                                                                                                                                                                                                                                                                           

17. Oktober 2012

Schöne Neuigkeiten vom neuen Roman - der wird zwar, wie angekündigt, im September 2013 erscheinen, zunächst jedoch als Premiere bei Weltbild. Ein halbes Jahr später gibt es den Roman dann als Taschenbuch beim Goldmann Verlag. Der wahrscheinliche Titel steht auch schon fest: Das Haus der dunklen Träume.

 

Unten ein Bild der Rottenbucher Lesung. Vielen Dank an das Team der Bücherei für die liebevolle Vorbereitung & an die Musiker für die schöne Umrahmung. Frau Kempf von der Peitinger Buchhandlung am Bach hat sich wieder um den Büchertisch gekümmert - dafür ganz lieben Dank.

Wer liest, ist nie allein - das Motto, unter dem sich eine harmonische Runde nach der Lesung zusammenfand.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


4. Juli 2012 

Der vierte Roman um ein altes Pfarrhaus am Lech wächst und gedeiht, weshalb ich auch erst heute wieder von mir hören lasse. Asche auf mein Haupt! Ich darf zwei Lesungstermine ankündigen: 

* Sonntag, 14. Oktober, Lesung aus "Das Bündnis der Jungfrauen" im Rathaussaal in 82401 Rottenbuch, Beginn um 20 Uhr. 

* Donnerstag, 29. November, Lesung aus "Das Bündnis der Jungfrauen", Volkshochschule in 87640 Biessenhofen, Beginn um 19.30 Uhr. 

Sonnige Grüße! 

PS: Inzwischen steht der genaue Erscheinungstermin für den neuen Roman fest -> September 2013

 



21. März 2012

Einige wenige Bilder der Lesung in der Taufkapelle der Leipziger Peterskirche. Ich durfte zum zweiten Mal nach Leipzig reisen und zum zweiten Mal entdecken, wie sehr sich ein Besuch in dieser wunderbaren Stadt lohnt. 

Ganz lieben Dank an der Stelle an Barbara Henning, die sich wunderbar um uns gekümmert und den Tag einfach klasse organisiert hat. 

Martha Sophie Marcus, Stefanie Kasper, Constanze Wilken und Moderatorin Regine Weisbrod (v.l.n.r.)
Martha Sophie Marcus, Stefanie Kasper, Constanze Wilken und Moderatorin Regine Weisbrod (v.l.n.r.)

 

 


12. März 2012

Ein wahrlich unvergesslicher Abend in Apfeldorf - VIELEN DANK dafür an die "Edlen und Freien zu Rauhenlechsberg", die sich unglaublich viel Mühe mit der Organisation gemacht haben. Lieben Dank auch an die Gruppe "Bernsteyn" und die Peitinger Buchhandlung am Bach. 

Es war mir eine Ehre.

 

 


8. März 2012

Ich bin mächtig gespannt auf die Lesung in Apfeldorf am Samstag - habe von einem Ritter in voller Rüstung munkeln hören ...

Den Büchertisch wird die Peitinger Buchhandlung am Bach (www.buchambach.de) übernehmen, hierfür an dieser Stelle meinen herzlichen Dank.

 

 


3. März 2012

Für alle, die sich die diesjährige Leipziger Buchmesse nicht entgehen lassen wollen und werden, hier der Link zur Veranstaltungsreihe "Leipzig liest": www.leipzig-liest.de

 



16. Dezember 2011

Die Buchverlosung ist beendet - ich danke allen für die Teilnahme am Gewinnspiel und die lieben Mails!

Die Gewinnerin will ich natürlich nicht vorenthalten, sie heißt:

Kathrin Hansen aus Treia

Herzlichen Glückwunsch & viel Freude beim Lesen!

 

 


6. Dezember 2011

Ein paar Eindrücke von der Lesung in Peiting. Ein schöner Abend war das, für den ich mich bei den Gästen sowie den Veranstaltern - der Peitinger Buchhandlung am Bach & der Gemeinde- und Pfarrbücherei Peiting - recht herzlich bedanke!

 

 


23. November 2011

"Die Freien und Edlen zu Rauhenlechsberg e.V." haben mich zu einer Lesung eingeladen. Das freut mich besonders, denn die Veranstaltung soll von zeitgenössischer Musik begleitet werden und auch Gewandungen des sechzehnten Jahrhunderts wird man nicht vergeblich suchen. Geplanter Termin ist der 10. März 2012, Veranstaltungsort der historische Pfarrhof in 86974 Apfeldorf.

Hier gehts zur Homepage der Freien und Edlen zu Rauhenlechsberg: http://rauhenlechsberg.jimdo.com/blog/

 

 


15. November 2011

B U C H V E R L O S U N G

Tag X - ab heute ist Das Bündnis der Jungfrauen offiziell im Handel erhältlich. Schön ist es geworden, finde ich, und bin ein wenig in das Cover verliebt. Nachdem meine Autorenexemplare inzwischen auch eingetroffen sind, nutze ich gerne die Gelegenheit zu einer kleinen Buchverlosung. Wer ein Exemplar des neuen Romans gewinnen möchte, der sende eine kurze Mail mit Name und Adresse, Stichwort "Bündnis", über das Kontaktformular dieser Seite oder direkt an kasper_stefanie@web.de. Einsendeschluss ist der 15. Dezember, das Los entscheidet. Der Gewinner wird hier veröffentlicht. Viel Glück!

 

 


19. August 2011

Inzwischen habe ich die Druckfahnen für Das Bündnis der Jungfrauen gelesen. Gelesen. Und noch einmal gelesen. Die letzten Korrekturen sind durch, jetzt heißt es: Warten auf das fertige Buch. Oben ein Ausschnitt aus der Verlagsvorschau für Das Bündnis der Jungfrauen. Wer Lust hat, sich durch die Taschenbuch-Vorschau 11/11 bis 04/12 des Goldmann Verlags zu blättern: http://www.randomhouse.de/content/download/vertrieb/vorschauen/goldmann_tb_he2011.pdf

 

 


9. August 2011

Letzte Woche sind mir die Druckfahnen für »Das Bündnis der Jungfrauen« ins Haus geflattert. Der Erscheinungstermin steht auch fest - es ist der 15. November 2011. Ich freue mich darauf, das fertige Buch in Händen zu halten.